Stellt vom 2.-4. August einen ganzen Stadtteil auf den Kopf: Das Internationale Festival Maritim in Bremen-Vegesack

Die Nordsee ist gleich um die Ecke und mitreißende Seamusic in Hörweite, kurz: Internationales Festival Maritim – ein musikalischer Wirbelwind, der regelmäßig über ein ganzen Wochenende hinweg nicht nur die Wellen zum Schäumen bringt: Jahr für Jahr, immer am ersten Augustwochenende, landen im Bremer Stadtteil Vegesack mehr als 30 Bands und Gruppen aus aller Welt an, um Musik vom Meer auf unterschiedlichste Art und Weise zu interpretieren – in 2019 vom 2.-4. August. Allen gemeinsam ist, dass sie den Pulsschlag der Zuhörer ordentlich in die Höhe treiben und für eine grandiose Stimmung sorgen, die die rund 100.000 Besucher weit über das Ende des Festivals hinaus mitnehmen.

Das Open-Air-Event steigt seit 1999 rund um die Maritime Meile am nördlichen Bremer Weserufer. Die mit einer Länge von 1.852 Metern exakt einer Seemeile entsprechende Strecke ist ein Kleinod mit viel Seefahrergeschichte, Exponaten und einem parkähnlichen Gelände, das ein exakt passendes Umfeld für die rund 10 Bühnen ist, auf denen sich das Spektakel hauptsächlich abspielt. Die Künstler gehören zur Crème de la Crème der Seamusic-Szene und spielen die Musik vom Meer auf ganz individuelle Weise. Neben den traditionellen Shanties als Ursprung allen maritimen Liedguts, das vom rauen Leben der Matrosen in früheren Zeiten und ihrer Sehnsucht nach der Liebsten zu Hause erzählt, erstaunt und begeistert dieses Festival immer wieder mit sehr modernen und ungewöhnlichen Interpretationen. Mit ungeheurer Spielfreude, die sich sofort auf das Publikum überträgt, werden unter anderem Irish und Scottish Folk, ein zünftiger Bluegrass oder sanfte, melodische Balladen intoniert.
Zunehmend sind es auch Frauen, die der Männerdomäne Seamusic neue Akzente geben. In diesem Jahr zum Beispiel rückt die Formation Sound of the Sirens – kurz: SOTS – aus England an. Ein junges Duo, das sich mit berührendem und leicht-verspieltem Folk-Pop einen Namen gemacht hat und dabei nicht zuletzt Themen aus der persönlichen Vita melodisch zu neuem Leben erweckt. Die beiden Musikerinnen haben bereits große Bühnen gerockt, und Stars wie Rick Astley und Kiefer Sutherland begleitet.
TIPSY 3 dagegen ist – wie der Name schon sagt – ein Dreiergespann aus Kanada und reist zum ersten Mal nach Vegesack. Den Musikerinnen sagt man nach, sie könnten die Finger auf ihren Instrumenten tanzen lassen, was selbstredend einen unwiderstehlichen Einfluss auf die Bewegungsfreude der Zuhörerschaft hat. Hier werden mit Dynamik, Präzision und Sinn für harmonische Kompositionen traditionelle Songs aus verschiedenen Ländern mit ihren spezifischen Eigenarten zum Besten gegeben. Die Band steht stellvertretend für viele Musiker, die in diesem Jahr zum ersten Mal dabei sind und selbst aus entfernten Kontinenten an die Nordbremer Weser reisen.
Viele bekannte Gesichter tummeln sich ebenfalls in der großen Bandfamilie des Internationalen Festivals Maritim, so auch die Jungs von Tobermore aus den Niederlanden. Unter anderem mit Flöte, Gitarre dem traditionellen irischen Instrument Bodhrán und leidenschaftlich-mitreißendem Gesang fordern sie ihre Zuhörer auf, sich auf Rauheit und Schönheit des Meeres gleichermaßen einzulassen.  
Ein Knaller ist auch Alpcologne: Mit Unterstützung von drei Alphörnern und einer ausdrucksstarken Frauenstimme entführt diese Band ihr Publikum mit viel Kreativität und Witz in eine Welt aus globalen Klängen und musikalischen Abenteuern – unterhaltsam, spannend, abwechslungsreich. Eine ungewöhnliche Klangfarbe, von der sich das Festival-Publikum in der Vergangenheit bereits überzeugen konnte – in diesem Jahr allerdings bewegen sich Alpcologne eher „backstage“: Auf Einladung des Fördervereins Festival Maritim, der sich die Bewahrung und Weiterentwicklung maritimen Liedguts zur Aufgabe gemacht hat, zeigen die Vollblutmusiker Kindern im Rahmen eines Workshops, wie viel Spaß das Tonspiel mit dem Alphorn macht.
Apropos Spaß: Da wäre auch noch das vielseitige Rahmenprogramm des Festivals. Hoch her geht es nämlich nicht nur auf, vor und neben den zehn Open-Air-Bühnen und in den Straßen des Vegesacker Hafenviertels sowie samstags im Innenstadtbereich des maritim geprägten Stadtteils. Ein attraktives Angebot mit Kunst, Kulinarik und Kultur ist ebenfalls fester Bestandteil. Das Piratenkinderland etwa ist für kleine Seeleute mit fantasievollen Spiel-  und Spaßmöglichkeiten da und die magischen Lichtinstallationen im Vegesacker Hafen laden zum Träumen ein. Angeboten werden außerdem diverse Leckereien von Fisch bis Crepes und in der La Paloma-Bar direkt am Weserufer können musikgesättigte Nachtschwärmer den Tag bei einem Cocktail ausklingen lassen.
Ein besonderes Highlight ist der Shanty-Slam am Abend des letzten Veranstaltungstages: Alle Gruppen kommen auf der Hauptbühne zu einem abschließenden Konzert zusammen und geben vor Tausenden von Zuschauern noch einmal alles. Die Melodien gehen schließlich über in ein großes Höhenfeuerwerk am Ufer der Weser, das als optisches Spektakel einen furiosen Schlusspunkt setzt.

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